Weltklimakonferenz 2014 in Lima – Entwurf für Weltklimavertrag nicht befriedigend

195 Teilnehmer-Staaten auf der 20- UN Klimakonferenz

Das Weltklima ist ein globales Thema, welches jeden Menschen, ungeachtet dessen, ob auf der Nord- oder Südhalbkugel, etwas angeht. Daher muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, wie wichtig Klimaschutz zur Abwendung einer globalen Katastrophe ist. Hierfür versammelten sich im Dezember letzten Jahres die 195 Teilnehmer-Staaten auf der 20- UN Klimakonferenz in Perus Hauptstadt Lima, welche am 14.12.2014 endete.

Die Staaten verständigten sich auf die Rahmenbedingungen eines Weltklimavertrages, welcher erstmals als internationales Regelwerk gegen die fortschreitende Klimaerwärmung dient, um diese auf einen Temperaturanstieg von 1,5 bis 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der Vertragsentwurf soll auf der kommenden Weltklimakonferenz Ende 2015 in Paris, verabschiedet werden.

Wir können selbst handeln

Aktuell kann man sagen, dass die bisherigen Schritte nicht ausreichen um auf ein gemeinsames Ergebnis zu kommen. Status Quo sind Vorschlägen und Optionen mit terminlich gebundenen Anforderungen an den Beratungsprozess , welche bis Mai zu einem Text in sieben Sprachen, herunterverhandelt werden sollen, um den vereinigten Nationen vorzulegen. Desweiteren müssen Bis Ende März alle Regierungen nationale Programme zur Reduzierung der Treibhausgase vorlegen.

10 Milliarden Dollar überschritten

Ein konkretes und besonders positiv hervorzuhebendes Ergebnis der Weltklimakonferenz ist, dass die Schwelle von 10 Milliarden Dollar für den Grünen Klimafonds überschritten wurde und selbst Entwicklungsländer in den Fonds einzahlen. Diese Summe reicht allerdings für eine Finanzierung zur Anpassung an den Klimawandel bei Weitem nicht aus.

„Nur wenn die Regierungen sich zu mehr Klimaschutz verpflichten und erkennen lassen, dass sie den Abschied von fossilen Energien einleiten, kann im kommenden Jahr in Paris ein internationales Abkommen verabschiedet werden, das die Erderwärmung tatsächlich unter zwei Grad hält”, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Desweiteren krisitisierte er, dass auch für den Zeitraum bis 2020 keinerlei Verpflichtungen zur Verringerung der CO2-Emissionen eingegangen wurden.
Am Stärksten betroffen von den Folgen des Klimawandels sind die armen Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie jene Regionen, die ohnehin Schwierigkeiten haben, selbst ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren und zu erwerben.

im Jahr 2050 bis zu 20 Prozent mehr Menschen hungern, allein 24 Millionen von ihnen Kinder.

In Entwicklungsländern produzieren Kleinbauern- und -bäuerinnen bis zu 90 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge und spielen damit eine zentrale Rolle für die Ernährung der Bevölkerung. Wird ihre Widerstandsfähigkeit gegen die zunehmenden Dürren, Fluten und andere Wetterdesaster nicht deutlich verbessert, werden jedoch im Jahr 2050 bis zu 20 Prozent mehr Menschen hungern, allein 24 Millionen von ihnen Kinder.

Die kommende Weltklimakonferenz in Paris wird darüber entscheiden, inwiefern die Welt sich, über das Problembewusstsein hinaus, an einen Klimavertrag binden wird.