Öko-Papst Franziskus: Gegen Klimawandel und für mehr Umweltschutz

Neue Papst-Enzyklika macht sich für regenerative Energien stark

Die „Laudato Si“ wurde am 18. Juni 2015 präsentiert. Das päpstliche Rundschreiben ging um die ganze Welt und der Vatikan eröffnete damit einen internationalen Dialog mit Fokus auf brisante Themen wie Klimawandel und Umweltschutz. Der Öko-Papst-Franziskus fordert die Nutzung von „regenerativen Energien“ ein. Auch Recycling, eine bessere Energieeffizienz und die Umweltpolitik rücken dadurch vermehrt in den Vordergrund. Die Enzyklika kann als geistliches Werk verstanden werden, sie wurde in acht Sprachen veröffentlicht und greift mit der Thematik Umweltpolitik den Puls der Zeit auf. Besonders der Zwiespalt zwischen Kapitalismus, sozialen und ökologischen Schwerpunkten wird offensichtlich, so äußerte sich der Vatikan. Laut Papst Franziskus sei die mutwillige Zerstörung der Umwelt eine Sünde, und damit Thema der Glaubensforschung. Ganzheitliche Werte und Sozialökonomie stehen daher im Mittelpunkt der Enzyklika, ebenso wie die Bewältigung der Umwelt-Krise. Christliche Leitlinien und Spiritualität sollen in Zukunft mehr in die Gesellschaft integriert werden. Damit ist auch die katholische Kirche ganz offiziell ein Befürworter von Umweltschutz, erneuerbaren Energien und Maßnahmen gegen den fortschreitenden Klimawandel.

Die Öffentlichkeit reagierte positiv auf den Aufruf zum Klimawandel von Papst Franziskus

Green energy conceptIm Hinblick auf die bevorstehende UN Klimakonferenz, die im November 2015 in Paris stattfindet, sind erneuerbare Energien zurzeit sehr präsent im öffentlichen Bewusstsein. Auch bei der evangelischen Kirche erzeugte die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus eine positive Resonanz und wurde außerordentlich befürwortet. Die Sorge um das gemeinsame Haus verbindet die unterschiedlichen Institutionen. Glaube und Moral gehen konform mit Forschung und Vernunft. Das einzigartige und in der Vatikan-Geschichte ungewöhnliche Schriftstück kann als Appell zum Klimawandel interpretiert werden. Ressourcenschonender Umgang ist für Papst Franziskus offensichtlich ein aktuelles Thema.

Der Vatikan möchte die ökologische Krise bewältigen

Die Symptome der komplexen ökologischen Krise können nur im Kollektiv beseitigt werden. Gerade die anthropologische Wurzel, also die menschliche Verantwortung könne nicht länger ignoriert werden. Die Schäden von der Umweltverschmutzung und der Wegwerfkultur lassen sich minimieren, indem in den Bereichen Wirtschaft und Politik mehr Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Oftmals wurden Ressourcen für wirtschaftliche Zwecke geplündert und langfristiger Umweltschutz wurde in der Vergangenheit oftmals außer Acht gelassen. Der Vatikan sieht in der Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltschutz und erneuerbare Energien eine prioritäre Schlüsselfunktion in Bezug auf die Lösung der Klimakrise und der Umweltkrise. Nutzbare ökologische Ressourcen sind nachhaltig einsetzbar und lassen sich dennoch mit der vorhandenen Umweltpolitik vereinen. Das Klima wird durch Papst Franziskus ganzheitlich als gemeinschaftliches Gut gesehen.

Ökologische Kapitalanlagen – Gefördert durch die Umweltpolitik

Collage with solar batteriesUmweltschutz und Klimawandel sind auch in den Finanzmärkten der Welt ein großes Thema. Kapitalerträge mit gutem Gewissen sind durch alternative Investmentfonds möglich. Ihr Geld lässt sich somit sinnvoll anlegen, denn erneuerbare Energien lassen den Umweltschutz nicht außer Acht. Nachhaltigkeit und Sicherheit können durchaus wirtschaftlich sein, es bestehen gute Aussichten auf Rendite. Durch nachhaltige Finanz-Investitionen werden wirtschaftliche und ökologische Standpunkte vereint und mit der neuen Umweltpolitik können Umweltschutzprojekte aktiv gefördert werden. Aktuell bestehen gute Konditionen für ökologische Kapitalanlagen, da die EU seit 2009 die Produktion von nachhaltigen Energien fördert. Das Ziel, bis 2020 mindestens 35% des Energiebedarfs mit alternativen Energieformen zu decken, wurde schon festgelegt. Im Jahr 2030 sollen bereits 50% des Gesamtbedarfs durch regenerative Energie gedeckt werden, zurzeit liegt der Anteil bei 11,6 %. Mit der Investition in Ökofonds profitieren Sie daher von den idealen Bedingungen des staatlich geförderten Kapitalmarktes. Des Weiteren besteht eine gesetzlich geregelte Abnahmegarantie von 20 Jahren auf Ökostrom. Vielleicht hat ja auch der Papst schon investiert.

Quellen:

http://www.ekd.de/presse/pm107_2015_ratsvorsitzender_zur_enzyklika.html
https://www.evangelisch.de/inhalte/122565/20-06-2015/bedford-strohm-begruesst-umwelt-enzyklika-des-papstes-umdenken-gefordert
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wu&dig=2015%2F06%2F19%2Fa0059&cHash=95a1a817e568a04a77ca90ec5b5e2549
http://www.tagesspiegel.de/politik/klimaforscher-hans-joachim-schellnhuber-der-gruene-papstfluesterer/11931986.html
http://www.focus.de/politik/ausland/kirche-der-gruene-papst-oeko-enzyklika-von-franziskus-erscheint_id_4758509.html
http://blog.radiovatikan.de/laudato-si/
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html